Führung beim UNESCO-Institut für lebenslanges Lernen

Am 16.01.2026 hatten wir die Möglichkeit, mit dem Landesverband Nord der DGVN e.V. das UNESCO-Institut für lebenslanges Lernen (UIL) in Hamburg zu besuchen.

Das UIL ist das internationale Forschungs- und Kompetenzzentrum der UNESCO für Erwachsenenbildung und lebenslanges Lernen. Als Teil der UNESCO, der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur, ist es Bestandteil des UN-Systems mit einem globalen Mandat für lebenslanges Lernen, fokussiert auf Erwachsenenbildung, Alphabetisierung, non-formale Bildung und Schaffung von Lernmöglichkeiten für benachteiligte Bevölkerungsgruppen.

Konkret unterstützt die Arbeit des Instituts Mitgliedstaaten, Strategien und Kapazitäten zu entwickeln für lebenslanges Lernen im Sinne des SDG 4 („Quality Education“).

Ein Projekt ist das UNESCO Globale Netzwerk der Lernenden Städte. Ziel ist es, den sozialen Zusammenhalt, die wirtschaftliche Entwicklung und die Nachhaltigkeit in städtischen Gebieten zu fördern, die den größten Anteil der Weltbevölkerung umfassen. Seit Beginn des Projekts 2013 haben sich 425 Lernstädte in 91 verschiedenen Ländern dem Projekt angeschlossen. Die Lernstädte mobilisieren ihre Ressourcen effektiv, um inklusives Lernen von der Grund- bis zur Hochschulbildung zu fördern. Dazu werden beispielsweise Schulungskurse, Gemeinschaftslern- und Kulturzentren und Wiedereingliederungsprogramme geschaffen.
Das Lernen in Familien und Gemeinschaften wird belebt, moderne Lerntechnologien werden eingesetzt, um die Qualität des Lernens zu verbessern und eine Kultur des Lernens für das gesamte Leben zu fördern. In Folge der Stärkung der Bildung wird die wirtschaftliche Entwicklung, der kulturelle Wohlstand und die nachhaltige Entwicklung gestärkt. Das Institut unterstützt in diesem Zusammenhang die Städte bei der Umsetzung lokaler Projekte. Die Bedeutsamkeit dieses Projekts zeigte sich beispielsweise in der Ukraine nach Kriegsbeginn. Der Einsatz der männlichen Bevölkerung zur Verteidigung des Landes führte dazu, dass es in typischerweise männlichen Berufen wie zum Beispiel dem des Busfahrers zu einem Arbeitskräftemangel kam. Das UIL unterstützte in Städten wie Lwiw dabei Frauen umzuschulen, um die Lücken auf dem Arbeitsmarkt zu schließen und die Funktionsfähigkeit der städtischen Infrastruktur trotz des Krieges weitestgehend am Laufen zu halten.

Der Besuch und die Führung durch das Institut haben uns Einblicke in die wichtige Arbeit des UIL gegeben und gezeigt, wie weitreichend die Projekte des UIL wirken für die Städte, die Menschen und das tägliche Leben.

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Jana Mortzeck ist Mitglied der DGVN und in verschiedenen Kreisen aktiv. Insbesondere ist sie Mitglied im Vorstand des Ladesverbands Nord und Co-Vorsitzende der Jungen DGVN Nord und baut als solche die Regionalgruppe immer weiter aus. Vorher war sie unter anderem für den Social Media-Auftritt der Jungen DGVN Nord verantwortlich.