Ein Beitrag von Laura Grabi

Ende Juni verschlug es bei 30 Grad und Sonnenschein interessierte Mitglieder der DGVN Nord an die Elbchaussee. Hier, nah an der Elbe gelegen, sitzt der Internationale Seegerichtshof – ein unabhängiges Rechtsorgan, das sich mit Streitigkeiten im Internationalen Seerecht befasst. Formal gilt der ITLOS nicht als UN Agency, auch wenn seine Gründung auf einer UN-Konvention (UNCLOS) beruht. Vor knapp 30 Jahren, am 18.10.1996, wurde der ITLOS (International Tribunal for the Law of the Sea) in Hamburgs Wexstraße feierlich eingeweiht. Die Grundsteinlegung des heutigen Gebäudes fand anschließend am selben Tag statt.
Während der Führung durch das Gebäude konnten die Mitglieder der DGVN Nord ihre Fragen an die Pressesprecherin richten und spannende Einblicke in die Arbeit des ITLOS erhalten. Nach einer ersten Präsentation über die Struktur und Zusammenhänge zwischen den Vereinten Nationen und dem Seegerichtshof lernten wir anhand verschiedener Gerichtsverfahren das weite Aufgabenspektrum des ITLOS kennen. Besonders spannend war der anschließende Gang in den Gerichtssaal. Hier, wo 21 Richterinnen und Richter im Auftrag des ITLOS näher gebracht. Insbesondere in Anbetracht der Verhandlungen der kommenden Wochen (Cases No. 34, 35), die sich auf die Tiefseebergbaudebatte beziehen, war der Besuch sehr hilfreich, um die Dimensionen der Arbeit des Gerichtshofs besser zu verstehen.

