„Mit Recht die Welt retten: Junge Menschen und Klimaschutz“ – Podiumsdiskussion im Landesverband Nord

Ein Beitrag von Michael Singwald

Wie wird das internationale Recht genutzt und wie kann es weiterentwickelt werden, um trotz gegenläufiger politischer Entwicklungen weltweit Klima- und Umweltschutz zu stärken? Darüber fand am 1. Juli, eingebettet in die Hamburg Sustainability Week, eine Podiumsdiskussion mit anschließendem World Café statt. Hier kamen Anne Dienelt (Professorin, Universität des Saarlandes), Jule Schnakenberg (Direktorin, World’s Youth for Climate Justice) und Juliane Willert (Anwältin für Klimarecht) unter der Moderation von Tim Pöppel (Junge DGVN) ins Gespräch. 

Im Fokus standen Fragen des Umweltrechts und den Beteiligungsmöglichkeiten der Zivilgesellschaft, insbesondere junger Menschen. Diskutiert wurden unter anderem die Klimaklage des peruanischen Landwirts gegen RWE, die Rolle des Völkerrechts im Klima- und Umweltschutz sowie die Handlungsmöglichkeiten des Einzelnen. Die Diskussion zeigte, dass internationales Recht trotz bestehender politischer Widerstände wirksame Instrumente zum Klima- und Umweltschutz bereithält – zugleich aber auf das Engagement von Staaten, Gerichten und insbesondere der Gesellschaft angewiesen bleibt. 

In einem angeregten Gespräch der drei Referentinnen wurden diese und weitere Themen beleuchtet. Auch kamen interessante Beiträge und Fragen aus dem rund 30 Personen starken Publikum. 

Im anschließenden World Café kamen die Teilnehmenden in wechselnden Kleingruppen mit den drei Referentinnen ins Gespräch. Dort entwickelte sich ein intensiver Austausch über Möglichkeiten, das internationale Recht weiterzuentwickeln und zivilgesellschaftliches Engagement wirksam einzubringen. Die Diskussionen wurden direkt auf Plakaten festgehalten und machten sichtbar, wie vielfältig die Perspektiven und Ideen der Teilnehmenden waren. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung strategischer Klimaklagen und internationaler Gutachten als Impulse für die Fortentwicklung des Umweltvölkerrechts. 

Das Ergebnis des Abends im Betahaus in der Schanze waren 3 Poster voller Ideen, Ansätze und Gedanken, die gemeinsam erarbeitet wurden. Die Veranstaltung machte deutlich, dass die Weiterentwicklung des internationalen Rechts nicht allein in Gerichtssälen oder internationalen Konferenzräumen stattfindet, sondern auch vom Engagement der Zivilgesellschaft und insbesondere junger Menschen lebt. 

Wir danken den drei Referentinnen, Anne Dienelt, Jule Schnakenburg und Juliane Willert für die Beiträge, Tim Pöppel für die souveräne Moderation sowie Linn Graßmay und Jana Mortzeck von der Jungen DGVN Nord für die Organisation des gelungenen Abends. Außerdem gilt unser Dank natürlich allen Anwesenden, die den Abend durch ihre Fragen und Wortbeiträge bereichert haben!